{"id":316,"date":"2022-03-04T07:40:32","date_gmt":"2022-03-04T06:40:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zukunft-kaltental.de\/?p=316"},"modified":"2025-02-19T09:15:20","modified_gmt":"2025-02-19T08:15:20","slug":"positionspapier-pop-up-radweg-in-kaltental","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zukunft-kaltental.de\/?p=316","title":{"rendered":"Positionspapier Pop-Up Radweg in Kaltental"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Zukunftswerkstatt positioniert sich zur Pop-up Radlane und den Planungen der Landeshauptstadt Stuttgart. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Amt f\u00fcr Stadtplanung und Wohnen (Verkehrsentwurfplanung) plant die tempor\u00e4re Einf\u00fchrung von Pop-Up Lanes f\u00fcr den Radverkehr in der B\u00f6blinger Stra\u00dfe zwischen den Haltestellen Waldeck und Kaltental im Rahmen eines Verkehrsversuchs. Wir sehen, dass die Sicherheit der Radfahrer:innen in dem entsprechenden Stra\u00dfenabschnitt Ma\u00dfnahmen erfordert, w\u00fcnschen uns aber, dass die<br>(lokalen) Belange der Bewohner:innen der B\u00f6blinger Stra\u00dfe st\u00e4rker und bereits in Phase 1 des Versuchs bei der Planung ber\u00fccksichtigt werden. Eine Verschiebung der folgenden<br>Ma\u00dfnahmen in eine m\u00f6gliche Phase 2 w\u00fcrde eine Wartezeit bis zur Realisierung von drei bis f\u00fcnf Jahren erwarten lassen. Angesichts der Einschr\u00e4nkung f\u00fcr die Bewohner:innen der B\u00f6blinger Stra\u00dfe ist eine so lange Wartezeit nicht hinnehmbar. Auch besteht nach Aussage der Stadtplanung die Gefahr, dass die Phase 2 nie realisiert wird und selbst hier von der Verwaltung positive Ans\u00e4tze nicht mehr im Sanierungsgebiet umgesetzt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Querungsm\u00f6glichkeiten<\/mark><\/strong><br>Das Kaltentaler Tal und die angrenzenden Bereiche sind derzeit ein Sanierungsgebiet der Stadt Stuttgart (Stuttgart 31). In der Satzung zum Sanierungsgebiet werden als wesentliche Sanierungsziele u.a. die Aufwertung st\u00e4dtebaulicher Raumkanten, insbesondere entlang der B\u00f6blinger Stra\u00dfe (St\u00e4rkung der Identit\u00e4t in Stadtstruktur und Ortsbild) und die Schaffung zus\u00e4tzlicher<br>Querungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber die B\u00f6blinger Stra\u00dfe definiert. Beim Entwicklungsschwerpunkt \u201eB\u00f6blinger Stra\u00dfe\u201c soll durch zus\u00e4tzliche Querungsm\u00f6glichkeiten die Barrierewirkung von Stra\u00dfe und Stadtbahntrasse vermindert werden.<br>Mit der Einf\u00fchrung der Pop-Up Lane fallen auf der Seite des evangelischen H\u00fcgels der B\u00f6blinger<br>Stra\u00dfe alle \u00f6ffentlichen Parkplatze weg. Auf der Seite des katholischen H\u00fcgels sollen zwei<br>Parkbuchten erhalten bleiben. Zus\u00e4tzlich pr\u00fcft die Stadt, ob auf dem Grundst\u00fcck, welches f\u00fcr den<br>Bau einer KiTa von der Stadt erworben wurde (B\u00f6blinger Stra\u00dfe 447), tempor\u00e4r Parkpl\u00e4tze f\u00fcr ein Bewohner:innenparken zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Bewohner:innen der berghoch-Seite sind jedoch die obere Parkbucht bzw. das KiTa-Grundst\u00fcck nur mit gro\u00dfen Umwegen zu erreichen. Hier w\u00fcrden zus\u00e4tzliche Querungsm\u00f6glichkeiten, die in der Sanierungssatzung auch als Ma\u00dfnahme schon definiert wurden, die fu\u00dfl\u00e4ufige Zug\u00e4nglichkeit von Parkpl\u00e4tzen deutlich verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Parkraummanagement<\/mark><\/strong><br>In der letzten B\u00fcrger:innen-Beteiligung am 20. Januar 2022 wurde die Erhebung der Stadt vom 16. Dezember 2021 vorgestellt, in der zu drei verschiedenen Uhrzeiten der ruhende Verkehr untergliedert in f\u00fcnf Fahrzeugtypen gez\u00e4hlt wurde. Das Erhebungsgebiet umfasste auch<br>Nebenstra\u00dfen der B\u00f6blinger Stra\u00dfe bis bspw. zur Belchenstra\u00dfe. Wir bitten die Fraktionen, die Stadt um eine Darlegung ihrer Annahmen zur Zumutbarkeit von Fu\u00dfwegen zu Parkpl\u00e4tzen zu bitten \u2013 insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung der Topographie und Barrierefreiheit. Bspw. die. Belchenstra\u00dfe kann prinzipiell gut \u00fcber den Fu\u00dfweg, der zur Br\u00fccke f\u00fchrt, erreicht werden, dieser ist aber nicht barrierefrei, nachts nur unzul\u00e4nglich beleuchtet und wird im Winter nicht unbedingt ger\u00e4umt.<br>F\u00fcr das in Aussicht gestellte Parkraummanagement muss ein Parkdruck nachgewiesen werden. Aus unserer Sicht ist daf\u00fcr die Definition des Erhebungsgebietes ein kritischer Aspekt. Deshalb ist die Frage an die Stadt, warum unter der Ber\u00fccksichtigung von Topographie, Barrierefreiheit und somit insgesamt einer zumutbaren Erreichbarkeit, das Erhebungsgebiet nicht kleiner gefasst wurde. Dies w\u00fcrde die Argumentation f\u00fcr die Einf\u00fchrung eines Parkraummanagements aufgrund von Parkdruck aus unserer Sicht vereinfachen.<br>Als weitere Anregung bitten wir, um Pr\u00fcfung ob Bewohner:innen Parken auch im Rahmen eines<br>Verkehrsversuchs eingef\u00fchrt werden kann. Die Durchf\u00fchrung von Verkehrsversuchen regelt in Deutschland \u00a7 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 der StVO: \u201eDie Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rden k\u00f6nnen die Benutzung bestimmter Stra\u00dfen oder Stra\u00dfenstrecken [\u2026] beschr\u00e4nken oder verbieten und den Verkehr umleiten. Das gleiche Recht haben sie [\u2026] zur Erforschung des Unfallgeschehens, des<br>Verkehrsverhaltens, der Verkehrsabl\u00e4ufe sowie zur Erprobung geplanter verkehrssichernder oder verkehrsregelnder Ma\u00dfnahmen.\u201c Die Ergebnisse einer Erprobung k\u00f6nnten eine gute Grundlage f\u00fcr die weitere Zielplanung f\u00fcr die B\u00f6blinger Stra\u00dfe im Rahmen des Sanierungsgebietes bringen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Pulkstart<\/mark><\/strong><br>Wir bitten weiterhin, als Ma\u00dfnahme eine Pulkstart-L\u00f6sung (um Radfahrenden einen Vorlauf zu geben) bergauf ab der Kreuzung Waldeck bis zum Ende der Wohnbebauung auf H\u00f6he der B\u00f6blinger<br>Stra\u00dfe Nr. 400 als Umsetzungsauftrag an die Stadt zu geben. Ggf. w\u00e4re diese Ma\u00dfnahme durch eine \u00c4nderung der Ampelschaltung und entsprechende Markierungen m\u00f6glich und w\u00fcrde so keine baulichen Ma\u00dfnahmen erfordern. Diese Ma\u00dfnahme w\u00fcrde aber Parkpl\u00e4tze f\u00fcr die direkten Anwohner erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Tempo 40<\/mark><\/strong><br>Eine Gefahrenminderung insbesondere f\u00fcr den Radverkehr w\u00fcrde auch durch die Einf\u00fchrung von<br>Tempo 40 ab Waldeck geschaffen. Die Stadt hat die Einf\u00fchrung gepr\u00fcft aber bisher mit dem Argument abgelehnt, dass die Luftqualit\u00e4t in Kaltental zu gut sei. Dieses Argument war f\u00fcr uns nicht stichhaltig da im restlichen Stadtgebiet auch in H\u00f6henlagen Tempo 40 umgesetzt wurde (Kr\u00e4herwald Wir bitten die Stadt um nochmalige Pr\u00fcfung. Aus unserer Sicht k\u00f6nnte insbesondere die<br>L\u00e4rmbelastung durch den motorisierten Verkehr eine Einf\u00fchrung von Tempo 40 rechtfertigen (siehe L\u00e4rmkartierung von 2017 und Vision L\u00e4rmschutz Stuttgart 2030). Des Weiteren w\u00fcrde die Einf\u00fchrung von Tempo 40 mehr Sicherheit auch f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger:innen (insbesondere wenn Bewohner:innen der evangelischen Seite \u00fcber die neu zu schaffenden Querungsm\u00f6glichkeiten die B\u00f6blinger Stra\u00dfe vermehrt passieren werden, um zu den \u00f6ffentlichen Parkpl\u00e4tzen auf der katholischen Seite zu gelangen) und insgesamt eine Aufwertung der Lebensqualit\u00e4t in unserem Ortsteil bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-green-cyan-color\">Evaluation<\/mark><\/strong><br>Die Stadtverwaltung will den Verkehrsversuch Pop-Up Lane in Kaltental evaluieren. F\u00fcr eine Evaluation m\u00fcssen aber zu erreichende Ziele formuliert und Kriterien gefunden werden, mit denen der Umfang der Erreichung dieser Ziele bewertet werden kann. In Abh\u00e4ngigkeit dieser Ziele und Kriterien muss bereits in einem fr\u00fchen Stadium des Versuchs definiert werden, welche Daten, in welchem Umfang und in welcher Frequenz erhoben werden sollen. Diese Informationen sind von der Stadtverwaltung abzufragen und die Evaluationsziele- und kriterien ggf. kritisch zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Aus unserer Sicht w\u00fcrde eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der Belange der Bewohner:innen der<br>B\u00f6blinger Stra\u00dfe zu einer gr\u00f6\u00dferen Akzeptanz des Verkehrsversuchs f\u00fchren und zu einem guten<br>Miteinander aller Verkehrsteilnehmer:innen beitragen. F\u00fcr die B\u00fcrger:innenbeteiligung und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die B\u00f6blinger Stra\u00dfe im Rahmen des Sanierungsgebietes ist es wichtig, dass die Bewohner:innen mit ihren Interessen und Bed\u00fcrfnissen ernst genommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zukunftswerkstatt positioniert sich zur Pop-up Radlane und den Planungen der Landeshauptstadt Stuttgart. 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